Verabschiedung von Marcus

Liebe Mannschaft, liebe Vereinskollegen, liebe Fans und vor allem:
Lieber Marcus!
Es gibt Termine im Vereinsleben, auf die freut man sich wochenlang. Und es gibt Tage wie heute. Tage, an denen wir jemanden verabschieden müssen, der in den letzten Jahren nicht nur an der Seitenlinie stand, sondern der den Herzschlag dieser Herrenmannschaft und des gesamten Vereins maßgeblich geprägt hat. Marcus, heute schlagen wir das vorerst letzte Kapitel deiner Ära als unser Trainer auf. Und wenn wir auf deine Zeit hier zurückblicken, dann merken wir schnell: Du bist kein Trainer, der mal eben für ein kurzes Gastspiel vorbeigeschaut hat. Du bist ein echtes Urgestein. Ganze drei Anläufe hat es dich zu uns an die Seitenlinie gezogen – und jeder einzelne davon hat Spuren hinterlassen. Aller guten Dinge sind drei Erinnern wir uns mal zurück: Dein erstes Mal als Trainer liegt mittlerweile fast zwei Jahrzehnte zurück. Von 2007 bis 2010 hast du das Fundament gelegt. Einige von den Jungs, die heute in der Kabine sitzen, haben damals wahrscheinlich noch in der F-Jugend die Schuhe falsch herum angezogen. Du hast damals schon gezeigt, wie man aus Individualisten ein Team formt. Nach einer Pause juckte es dich wieder in den Fingern, und dein zweiter Anlauf folgte in den Saisons 2017/2018 und 2018/2019. Du kamst zurück, als der Verein dich brauchte, hast die Mannschaft stabilisiert und wieder neuen Schwung reingebracht.

Und dann kam das Jahr 2020. Mitten in einer Zeit, die für den Amateursport sowieso alles andere als leicht war, hast du im Sommer 2020/2021 dein drittes Mal im Traineramt angetreten. Aus diesem dritten Anlauf wurde deine längste und vielleicht intensivste Amtszeit. Ganze sechs Jahre lang hast du diese Mannschaft durch Höhen und Tiefen geführt, hast die Jungs weiterentwickelt und geformt. Eine Ära, die sich über sechs Spielzeiten erstreckte und die nun hier und heute – im Sommer 2026 – ihr offizielles Ende findet. Wenn man diese drei Amtszeiten zusammenrechnet, merkt man erst, wie viel Lebenszeit, wie viele Nerven und wie viel Herzblut du diesem Verein geschenkt hast. Was dich in all den Jahren ausgezeichnet hat, war nie nur das Taktikboard. Du warst unser Mentor: Du hast an uns geglaubt, wenn wir nach einer Niederlagenserie selbst an uns gezweifelt haben. Du warst unser Ruhepol: Wenn auf dem Platz die Emotionen hochkochten, warst du die Stimme der Vernunft an der Seitenlinie. Du warst einer von uns: Nach dem Abpfiff hast du dich nicht in der Trainerkabine versteckt, sondern hast mit uns gelacht, gefeiert oder eben den Frust runtergespült. „Ein guter Trainer verbessert dein Spiel. Ein großartiger Trainer verbessert dein Leben.“ Du warst für uns über all diese Jahre hinweg nicht nur ein Trainer. Du hast uns gezeigt, was echter Teamgeist und Vereinstreue bedeuten.
Danke für alles!
Im Namen der gesamten Herrenmannschaft, des Vorstands und des gesamten Vereins möchten wir dir von Herzen DANKE sagen. Danke für 2007 bis 2010. Danke für 2017 bis 2019. Und danke für die letzten sechs Jahre von 2020 bis heute. Wir lassen dich heute nur sehr ungern gehen, aber nach drei Amtszeiten hast du dir den „Trainerruhestand“ und die freie Zeit am Wochenende verdient. Auf unserem Sportplatz und in der Kabine bist du ab jetzt Dauergast auf Lebenszeit. Wir wünschen dir für deine private Zukunft nur das Allerbeste.
Auf unseren Trainer, unseren Freund: Auf Marcus! Ein 3-fach kräftiges Blau – Weiß!

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